Degas lernt das Siegen – Erfolg im 31. Großer Preis der Wirtschaft

25.06.2018

„Degas ist ein sehr schwierig zu reitendes Pferd“, sagt sein Trainer Markus Klug. „Man muss mit dem Angriff genau auf den richtigen Moment warten. Wenn er vorne liegt, meint er, das Rennen ist gelaufen.“ Sein Reiter Adrie de Vries setzte diese Order perfekt um, brachte Degas in dem Elferfeld genau so in Schwung, dass er Palace Prince mit einer halben Länge noch abfangen konnte. Röttgen durfte sich über die Siegprämie von 32.000 Euro freuen, die Degas-Wetter über eine Siegquote von 88:10. Dritter wurde Cashman vor Potemkin, dem Sieger des Rennens von 2016.

59 Unternehmen aus Dortmund unterstützten als Partner den Großen Preis der Wirtschaft. „Die einzigartige Atmosphäre der Rennbahn bietet Unternehmen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Bürgern nun bereits zum 31. Mal die Möglichkeit zum Austausch“, sagte der Präsident des Dortmunder Rennvereins Andreas Tiedtke, der sich über rund 5.500 Besucher freute. Darunter waren mit Günther Kutowski, Frank Mill und Knut Reinhardt drei echte Fußball-Legenden von Borussia Dortmund zu Gast, die alle für die BVB-Traditionsmannschaft aktiv sind.

Ittlinger Doppelsieg

Zum sportlichen Rahmenprogramm mit insgesamt neun Rennen zählte der Watermann-Preis über 2.000m mit einem klaren Sieg der haushohen Favoritin Area. „Sie hat immer nur gute Formen gezeigt“, so Trainer Jens Hirschberger. „Wir wollten, dass sie mal ein Rennen gewinnt. Sie zeigt zu Hause wenig im Training, ist ein bisschen wie eine Wundertüte.“ Im Sattel der 16:10-Siegerin, die als großes Saisonziel noch immer den mit einer halben Million Euro dotierten Preis der Diana hat, saß Andrasch Starke, der auch mit Elegante Maxime (Trainer Andreas Suborics / 6:10) für das Gestüt Wittekindshof und mit Limari (Günter Lentz / 40:10) punktete. Elgeante Maxime siegte knapp vor All About Me und verhinderte so den dritten Sieg in Folge für das Gestüt Ittlingen im Besitz des Dortmunder Vizepräsidenten Manfred Ostermann. Die ittlinger Farben war mit Area und dem von Waldemar Hickst trainierte Zaro (25:10) erfolgreich.

Das Alfred Zimmermann-Memorial, ein Ausgleich II über 1.600m, sah nur fünf Starter, aber es wurde dennoch eine spannende Angelegenheit. Der 108:10-Außenseiter Manipur, trainiert von Markus Klug, setzte sich gegen den Seriensieger Simon de Vlieger durch. „Er hat ein großes Kämpferherz gezeigt“, freute sich Reiter Maxim Pecheur. „Er stand die ganze Zeit unter Druck, hat aber durchgezogen.“ Doppelsieger wie Klug war auch de Vries, der bereits zum Auftakt mit Strategie Bleu (31:10) punktete.

St. Leger im September

Der Dortmunder Rennverein geht jetzt in die Sommerpause. Der nächste Renntag am 16. September ist dann aber auch das sportliche Highlight des Jahres mit dem 134. Deutsches St. Leger (Gruppe 3, 2.800m) und dem BBAG Auktionsrennen.

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